Change Management: Warum deine Mitarbeiter gegen neue Systeme kämpfen
Shownotes
Warum blockieren Mitarbeiter Veränderungen – und wie werden aus Kritikern plötzlich die größten Unterstützer?
Neue Software, digitale Prozesse, mehr Effizienz – und sofort haben wir sie im Kopf: die zwei oder drei Mitarbeiter, die garantiert sagen: „Das machen wir seit 20 Jahren so.“ Doch was wäre, wenn genau diese Menschen ein halbes Jahr später fragen: „Wann dürfen wir endlich damit arbeiten?“ In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Digitalisierung und Veränderungsprojekte in der Produktion auf Widerstand stoßen – und warum das Problem häufig nicht bei den Mitarbeitern liegt, sondern bei der Art, wie wir Veränderungen einführen.
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Hier kannst du nachlesen, welchen Mehrwert Liebherr aus der Zusammenarbeit zieht: https://noris-ib.de/case-study-liebherr
Dieser Podcast wird produziert von: BAKUBA - The Voice of Companies: https://www.bakuba.eu/
Wir schauen uns an, was passiert, wenn neue Systeme von oben beschlossen und anschließend über die gesamte Fertigung ausgerollt werden. Fehlende Erfahrungen, schlechte Prozesse und Workarounds sorgen schnell dafür, dass aus dem bisherigen Zettelchaos einfach digitales Chaos mit zusätzlichen Lizenzkosten wird. Gleichzeitig geht es um einen oft unterschätzten Faktor: Erfahrene Mitarbeiter besitzen teilweise jahrzehntelanges Prozesswissen. Wird dieses Wissen plötzlich in einem System verfügbar, kann sich Digitalisierung für sie zunächst wie ein Verlust von Einfluss und Status anfühlen.
Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigen wir deshalb einen anderen Weg: klein anfangen, einen klar abgegrenzten Pilotprozess wählen und die Menschen einbeziehen, die später damit arbeiten müssen. So entsteht Schritt für Schritt ein funktionierender Standard, der anschließend auf weitere Bereiche übertragen werden kann. Besonders spannend wird es, wenn wir bewusst einen einflussreichen Kritiker ins Projekt holen. Denn wenn ausgerechnet der größte Skeptiker irgendwann sagt: „Das funktioniert“, kann er zum stärksten internen Fürsprecher der gesamten Veränderung werden.
In dieser Folge erfährst du: • Warum Mitarbeiter Digitalisierungsprojekte wirklich blockieren • Weshalb Veränderungen von oben häufig Widerstand erzeugen • Wie wir mit kleinen Pilotprojekten schneller zu funktionierenden Lösungen kommen • Warum Mitarbeiter frühzeitig in die Prozessdigitalisierung einbezogen werden sollten • Wie aus einem Kritiker ein wertvoller interner Fürsprecher werden kann • Warum sichtbare Erfolge überzeugender sind als jede PowerPoint-Präsentation • Welche zwei Fragen wir einem Skeptiker stellen können, bevor das nächste Veränderungsprojekt startet
Schlüsselbegriffe: Change Management, Digitalisierung Produktion, Prozessdigitalisierung, Mitarbeiterakzeptanz, Veränderungsmanagement, digitale Transformation, Produktionsoptimierung, Mitarbeiter einbinden, Industrie 4.0
ChangeManagement #Prozessdigitalisierung #Digitalisierung #Produktion #Veränderungsmanagement
Denk an den größten Kritiker deines nächsten Projekts und geh noch diese Woche mit ihm ins Gespräch. Frag ihn, was ihn aktuell am meisten nervt und was er auf keinen Fall verlieren möchte – und dann hör einfach zu. Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, abonnier Taktgeber, teil sie mit einem Kollegen, der gerade vor einer ähnlichen Herausforderung steht, und lass uns gerne eine Bewertung da.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ob deine Leute Veränderung blockieren oder einfordern, das hängt fast nie an den Leuten auch wenn man sich das immer gerne erzählt.
00:00:07: Wenn der Befehl von oben kommt dann kannst du Gift drauf nehmen dass da einen Widerstand bei dir in der Halle passieren wird.
00:00:13: aus einem jetzt haben wir von da oben was bekommen und das müssen wir jetzt benutzen wird dann ein guck mal.
00:00:19: das haben wir zusammen aufgebaut und es ist wirklich cool.
00:00:22: und damit nimmst Du dann doch die leute mit.
00:00:47: Hey und herzlich willkommen zurück bei einer neuen Folge von Taktgeber.
00:00:50: Schön, dass du wieder dabei bist!
00:00:51: Du willst in deiner Fertigung was verändern?
00:00:53: Ein neues System, digitaler Prozess und irgendwie einfach mal etwas größeres.
00:00:57: Und bevor du überhaupt anfängst hast du sie im Kopf!
00:01:01: Die zwei drei Leute die schon lange dabei sind und die dir garantiert aufs Dach steigen werden.
00:01:06: Ja wir machen das doch schon seit zwanzig Jahren so.
00:01:08: jetzt kommst du und willst irgendwas verändern.
00:01:10: Und die hast du im Kopf.
00:01:11: aber jetzt dreh das mal um und stell dir mal vor was wäre denn wenn die in einem halben Jahr zu dir kommen und sagen hey wann dürfen wir endlich anfang mit der Lösung zu arbeiten?
00:01:20: Und genau darum soll es heute in der Folge gehen.
00:01:22: und am Ende weißt du, warum deine Leute solche Projekte wirklich blockieren.
00:01:27: Wie du aber dieselben Leute dazu bringst eine Veränderung mitzugehen und die am Ende des Ergebnisses aus der Hand zu reißen.
00:01:35: Wir schauen uns den echten Grund an, warum sie bremsen und identifizieren dann einen Weg, der funktioniert.
00:01:42: Und auch, warum dann am Ende einer der lautesten Kritiker dein interner bester Verkäufer werden kann!
00:01:47: Am Ende bekommst du wie immer einen Tipp, den du direkt ab morgen umsetzen kannst und der dir in dreißig Tagen nen Mehrwert bietet.
00:01:55: Aber lass uns doch mal da starten was eigentlich schiefläuft!
00:01:58: Und ich sag dir gleich vorweg meistens liegt es nicht an deinen Leuten.
00:02:02: Ich mein schau mal wie so ne Veränderung normalerweise ins Unternehmen kommt.
00:02:05: Da sagt die Geschäftsführung wir entscheiden jetzt dass wir digitalisieren alle gleichzeitig.
00:02:11: Ab Montag läuft ein neues System.
00:02:13: das haben wir gekauft und jeder muss damit arbeiten.
00:02:17: Das Problem ist doch keiner weiß so richtig, wie es dann wirklich funktioniert.
00:02:21: Es gibt keine Einführung und es gibt keine Best Practice!
00:02:24: Es gibt nicht die, die's schon mal ausprobiert haben und wissen, wie der Hase läuft.
00:02:28: Und dann fängt jeder irgendwie an... ...und jeder machts ein bisschen anders.
00:02:32: Dann hast du innerhalb von zwei Wochen einen Wildwuchs den du nicht mehr auffangen kannst.
00:02:37: Und das was dann vorher vielleicht bei dir Zettelchaos war, ist jetzt einfach digitales Chaos.
00:02:42: Kostet aber zusätzlich Lizenzen.
00:02:44: Und jetzt versetze ich mal in die Lage von dem, der zum Beispiel an der Maschine steht oder der montiert.
00:02:50: Der hat bisher gearbeitet und das hat alles funktioniert!
00:02:53: Dann drückt man ihm so ein halbfertiges Ding in die Hand, dass sein Tag eigentlich verbessern soll aber in Wirklichkeit macht es ihn langsamer weil's nicht richtig funktioniert, weil's Workarounds geben muss, weil vielleicht der Prozess nicht hundert Prozent abgebildet werden kann?
00:03:07: Der versucht bei jeder Gelegenheit eben genau nicht mit diesem System zu arbeiten und er findet Gründe, warum es in der Situation dann auch nicht geht.
00:03:15: Und wenn du ihn dann fragst, warum man das macht?
00:03:16: Dann sagt er naja guck mal gestern habe ich doch so gearbeitet Das war doch alles gut.
00:03:21: Warum soll ich denn jetzt bitte ändern?
00:03:23: Und ich will ihm jetzt in dem Fall auch gar keine Sturheit unterstellen sondern dass ist eigentlich einfach nur eine vernünftige Reaktion die er in dem Moment hat.
00:03:30: Er versucht sein Arbeitsalltag zu schützen und trotzdem das fertigzubekommen was ihm als Aufgabe gegeben wird.
00:03:36: Und das größte Problem an der Geschichte ist einfach, dass ihm was vorgesetzt wird anstelle von... ...dass er mitgenommen wird.
00:03:41: Dann kommt ja bei denen die sich wirklich auskennen, die wissen wie die Prozesse laufen und die vielleicht auch gefragt werden noch etwas mit dazu.
00:03:49: Bei denen geht es oftmals gar nicht darum, dass du jetzt versuchst in Software einzuführen sondern da geht's eher drum zu sagen hey ich hab Wissen im Kopf!
00:03:56: Ich bin seit zwanzig dreißig Jahren hier, habe eine eigene Echsel gebaut, weiß wie der Hase läuft und ich bin der den alle fragen.
00:04:03: Und dann kommt jetzt ein System, das eben genau dieses Wissensmonopol auch auflösen soll.
00:04:09: Na klar hatte der erst mal keinen Bock drauf.
00:04:11: und warum soll er denn dafür arbeiten?
00:04:13: Weil auf einmal ist ja eben nicht mehr der, der es alleine weiß!
00:04:18: Das ist für ihn ein echter Verlust.
00:04:20: und man darf nicht vergessen dass Sohn Verluste wirklich wehtut.
00:04:24: Die Verhaltensforschung sagt, Sohnverlust tut ungefähr doppelt so weh wie ein gleich großer Gewinn guttut.
00:04:31: Da muss man sich vor Augen halten... Also ist ja die logische Konsequenz, dass er bremst.
00:04:36: Dass er versucht seinen Status zu verteidigen.
00:04:39: und dieses Blockieren bekommst du mit einer Ansage nicht weg!
00:04:41: Und vielleicht das es auch genau der.
00:04:43: oder vielleicht gibt's auch andere die in dem Betrieb schon vier fünf Projekte haben kommen und gehen sehen?
00:04:49: Für die ist so ein neues Projekt erstmal nur das nächste was vielleicht in zwei drei Wochen vielleicht ein paar Monaten scheitert.
00:04:57: also warum sollen sie jetzt schon investieren wenn Sie noch nicht mal wissen ob sich zählt?
00:05:02: Und noch ein weiterer Punkt, den man nicht unterschätzen darf und der auch bei mir in Gesprächen immer ein Thema ist die Angst davor das neue System sie überwacht.
00:05:10: Dass am Ende irgendjemand mitliest wie schnell man arbeitet wo man vielleicht noch Verbesserungspotenzial hat und dass dann eine Basis als Bewertung wird.
00:05:19: Das ist ein großes Thema auch mit dem Betriebsrat zusammen aber es ist so groß, dass ich dafür eine eigene Folge mache.
00:05:26: Da ist dann vielleicht auch so der Denkfehler der entsteht weil der eigentliche Widerstand den du fürchtest nur durch das System entsteht, sondern es geht um das Wie.
00:05:36: Nämlich wie kommt dieses System ins Unternehmen und wie können die Leute damit arbeiten?
00:05:41: Wie werden sie mitgenommen, wie werden Sie eingebunden?
00:05:43: Jetzt möchte ich dich einfach mal mitnehmen und mal drüber sprechen, wie's die machen bei denen das ganze Thema schon funktioniert hat.
00:05:50: Nehme unseren Kunden lieb her!
00:05:51: Die haben nicht gesagt hey ab morgen stellen wir die komplette Fertigung um und der Mobilbaukran wird ab morgen nur noch digital gefertigt.
00:05:59: Sondern die haben sich einen ganz kleinen Bestandteil daraus gesucht und haben gesagt, hey wenn wir wollen das es funktioniert – und da muss ich wirklich ein Kompliment auch an die Projektleitung aussprechen – Hutab dafür.
00:06:11: aber Wenn wir wollen dass das funktioniert dann müssen wir klein anfangen und ein kleines Team rausnehmen auch aus dem Alltag und denen wirklich die Möglichkeit geben damit zu arbeiten.
00:06:25: Also haben sie sich die Mobilbaukran-Drehbühne genommen und haben gesagt, das ist das womit wir anfangen.
00:06:31: Das ist wirklich nur ein Bestandteil von diesem Kran.
00:06:34: aber damit fangen wir an und das ist mein Pilot!
00:06:36: Und am Ende war genau das der Vorteil dass man sagt hey wir fangen klein an weil klein bedeutet es ist überschaubar.
00:06:43: unten kleines Team kann viel mehr Speed aufnehmen als wenn man hunderte Leute damit ins Boot holt.
00:06:50: Also mit einem kleinen Team und einem abgegrenzten Prozess bekommst du schnellen Ergebnis, weil man es eben genau im Live-Betrieb testen kann.
00:07:00: Und auch nachbessern kann!
00:07:01: Wenn was nicht passt dann kann man das feststellen und man kann es relativ einfach reparieren.
00:07:06: Am Ende hast Du einen Piloten der in einem kleinen Teil funktioniert Aber dafür musste nicht die komplette Halle neu gestaltet werden, es mussten nicht alle Mitarbeiter abgeholt werden sondern man hatten ein kleines Team das einen kleinen Piloten gebaut hat und der funktioniert.
00:07:21: Und das Beste daran ist dass du dir in diesem Piloten den Standard erarbeitest Wie es vielleicht richtig laufen muss, das Team arbeitet und findet raus was ist der Standard wie es am besten funktioniert.
00:07:31: Wie bekommen mich die Dinge ins System?
00:07:33: Wie müssen sie dargestellt werden dass es verständlich ist?
00:07:35: Wo macht's vielleicht Sinn ein Video mit reinzunehmen und wo machts vielleicht Sinn auch Werkzeuge mit anzubinden dass automatisch Werte zurückgespielt werden können.
00:07:43: Und wenn du dann diesen Piloten aufgebaut hast und du hast den Standard erarbeitet, dann kannst du denen einfach weitergeben.
00:07:49: Dann musst das nächste Team nicht mehr bei null anfangen und es fängt auch nicht an sich selber Sachen auszudenken.
00:07:55: Das heißt du eliminierst diesen Wildwuchs und gibst aber gleichzeitig die Möglichkeit einen Speedauf zu nehmen weil schon eine Basis steht.
00:08:02: Und das senkt halt den Skalierungsauffand enorm!
00:08:07: Schritt für Schritt erst das kleine Team, dann das nächste und dann vielleicht noch eins.
00:08:12: oder wir gehen von Bauteil zu Bauteile.
00:08:14: Und dann kommt eine Welle nach der anderen und mit jeder Welle wirst du merken dass du wieder Feedback bekommst, dass du ins System arbeitest und wenn dann die dritte vierte Welle da ist, dann wird es so gut wie keine Feedback mehr geben weil dann der Prozess so funktioniert wie er eben sein soll.
00:08:30: Ich sage kein Feedback mehr geben, dann bitte nagel mich jetzt nicht drauf fest.
00:08:32: Weil Feedback ist einfach ein wichtiger Teil auch von Verbesserungsprozess.
00:08:36: also ich hoffe das auch dann noch Feedback kommt.
00:08:38: aber was ich meine ist dass das System dann eben nicht mehr nur umgebaut werden muss sondern dass dann der Prozess steht und man dann wirklich gut arbeiten kann und es den Alltag unterstützt.
00:08:49: Das ist nämlich genau das was vielleicht auch ein anderer Kunde bei uns gemacht hat BitAnalytical.
00:08:54: Da lief es ähnlich, also gerade so die Einführung war auch kleines Team und so weiter.
00:08:58: Aber was sie auch zusätzlich noch gemacht haben, noch vielleicht ein bisschen intensiver ist das Thema Feedback, User-Feedback immer wieder regelmäßiger Austausch.
00:09:07: Was läuft gut?
00:09:08: Was läuft schlecht?
00:09:09: Was müssen wir verbessern?
00:09:10: Also diese Leute benutzen dies einführen wirklich mitreden lassen und wichtig mitgestalten lassen.
00:09:18: Jetzt wirst du dir denken, ja aber das ist doch nichts Neues und da hast du Recht.
00:09:21: Das ist keine Erfindung von uns!
00:09:22: Das ist das was die Change Management Forschung seit Jahren predigt, seit den neunzigern schon.
00:09:28: Nimm eine kleine Gruppe, die mitzieht, produzier einen sichtbaren Erfolg... ...und lass denen dann für sich selbst sprechen.
00:09:35: Ein sichtbarer kleiner Erfolg der schlägt jede große Ansage, die irgendwo in Powerpoints steht Aber gerade weil es alt ist und gerade weil's erprobt isst Es ist halt genau der ansatz der gemacht werden sollte aber oftmals eben auch nicht gemacht wird.
00:09:49: Aber was man eben merkt ist, wenn man dieses Schema folgt und damit kommt jetzt so ein Teil um den es eigentlich gilt, warum kippt dann das Mindset von den Kritikern?
00:09:58: Warum wird aus denen die eben noch blockieren denn die, die damit unbedingt auch arbeiten wollen?
00:10:04: Und da ist aus meiner Sicht der erste Grundverantwortung weil... Es ist nicht etwas, was man vorgesetzt kriegt sondern womit man dann arbeiten muss Sondern es is'was wo man Verantwortung übernehmen muss, wo man mitgestalten darf.
00:10:17: Man beeinflusst das Ergebnis mit und wer an etwas mitwirkt und das Ergebnis mitteinflusste hat der verteidigt am Ende auch aus einem jetzt haben wir von da oben was bekommen und das müssen wir jetzt benutzen wird dann ein guck mal dass haben wir zusammen aufgebaut und es ist wirklich cool und damit nimmst du noch die Leute mit weil sie eben in der verantwortung sind und aus Verantwortung entsteht auch immer einen Anspruch.
00:10:45: Und auf einmal ist es nicht mehr deren Projekt oder euer Projekt, sondern das ist unser Projekt!
00:10:50: Jetzt kommt noch so ein kleiner Kniff den die wirklich guten dann noch zusätzlich dazu machen.
00:10:55: Die holen sich nicht nur die ins Boot, die auch begeistert sind von der Software, sondern die holen auch noch gezielt jemandem dazu, der wirklich skeptisch is'.
00:11:04: Den, der vielleicht auch in jeder Besprechung so ein bisschen rummerkert und sagt hey finde ich jetzt nicht so.
00:11:09: Und auf den dann die Leute vielleicht auch hören oder gleich mit einsteigen.
00:11:13: Und warum machen sie das?
00:11:14: Weil der dann am Ende auch genau der ist dem Sie zuhören wenn er sagt Das funktioniert.
00:11:19: Wenn der sagt Die Software taugt was Dann glauben ihm die leute!
00:11:24: Wenn du sagst Hey dass kann was Dann ist es einfach ein anderer Effekt.
00:11:27: Und so wird dann Der Kritiker Zu dem Verkäufer Den Du intern brauchst Damit Des Projektfahrt Aufnehmen Kann.
00:11:34: Und der zweite Grund ist eigentlich noch simpler.
00:11:36: Die Leute, die schon digital arbeiten dürfen und sich die Prozesse auch selber mit ausgedacht haben merken wie viel unnötige manuelle Arbeit auch wegfallen kann was vorher mühsam von Hand eingetragen werden musste oder vielleicht sogar über Formeln ausgerechnet werden musste.
00:11:55: das passiert jetzt einfach automatisch und keiner muss sich am Ende der Schicht mehr hinsetzen.
00:12:00: Nimm ich mir mal die Dokumente vor und übertrag das, was ich gemacht habe ins System.
00:12:04: Sondern die Doku entsteht im Prozess genau da wo es anfällt.
00:12:09: Und das Suchen ist weg!
00:12:10: Man hat die Informationen, die man braucht zu dem Zeitpunkt, wo man sie braucht... ...und genau da, wo sie gebraucht wird.
00:12:17: Es gibt keinen Hin- und Herlaufen.
00:12:19: Ich schreibe mal eine Mail und warte aufs Feedback und es gibt auch keinen.
00:12:23: Ich finde gerade denjenigen der es mir freigeben muss nicht Genau das.
00:12:26: sehen noch dann die, die mit dem alten Prozess arbeiten.
00:12:29: Leute, die Digitalarbeiten dürfen einfach weniger Aufwand haben und vielleicht sogar in Teilen mal früher Feierabend machen können.
00:12:36: Und nicht da bleiben müssen bis das Projekt fertig ist!
00:12:39: Genau das sehen doch dann die, die noch mit dem alten Kram handieren müssen.
00:12:43: Die eben nicht ein Tablet in der Hand haben, dass automatisch sich um Dinge kümmert sondern die eben diese sind, die am Ende noch Echsel füllen müssen mit Daten auf Papier, die er erfasst wurden.
00:12:55: Und irgendwann kommen die dann von alleine.
00:12:57: Bei Liebherr fragen inzwischen andere Abteilungen nach, wann sie endlich dran sind und geben sogar Ideen mit wie es schneller gehen kann.
00:13:05: Und bei Bit sagen die User auch endlich mal eine moderne Lösung mit der man arbeiten kann und mit der das auch Spaß macht und man sich aufhören spart.
00:13:13: Das ist ja übrigens kein Einzelfall.
00:13:15: also ich meine bei uns sind jetzt die Kunden klar.
00:13:17: aber selbst die Bitcom hat letztes Jahr ja die Industrie befragt.
00:13:21: Die Hälfte der Betriebe wartet erst einmal ab was zum Beispiel andere mit KI und Digitalisierung so erleben, bevor sie dann selbst rangehen.
00:13:31: Abwarten also bis es einer vormacht ist ganz normal und wenn man dann merkt das was der macht dass funktioniert ja dann möchte man auch mit auf den Zug aufspringen.
00:13:41: Und vielleicht kennst du das auch von dir selber?
00:13:42: Es gibt bestimmt mal eine Situation wo du gesagt hast hey Da lass ich den erst mal ausprobieren und wenn das Ergebnis was der hat gut ist, dann mach' ich auch mit.
00:13:50: Falls es so ist, da schreib's gerne in die Kommentare würde mich mal interessieren was das bei dir war.
00:13:54: Und damit sind wir eigentlich schon bei dem was ich dir mitgeben will für diese Folge.
00:13:58: Ob deine Leute Veränderung blockieren oder einfordern Das hängt fast nie an den Leuten Auch wenn man sich das immer gern erzählt.
00:14:05: Es hängt daran wie du mit diesem Thema umgehst.
00:14:09: Wenn du jemanden ... überfährst und das kennst du vielleicht auch privat, mit einem Befehl oder deiner Meinung.
00:14:14: Und es kommt von oben und du sagst dann wir machen das jetzt so... ...und das wird schon gut werden,... ...dann bekommst du meistens Widerstand!
00:14:20: Ich meine ich bin Papa, ich kenne das.
00:14:22: wenn ich meiner dreijährigen Tochter was erzähle und sage hey,... ...das läuft jetzt so und so.
00:14:25: undso machen wir's.
00:14:26: Ich kann Brief und Siegel geben dass sie sagen würde nö.
00:14:30: Wenn ich ihr aber eine Option gebe oder sie mitnehmen,... ...dan ist es einfach ein anderes Thema.
00:14:34: Dann macht sie mit, dann findet sie es cool.... ...und genau das ist ja
00:14:37: das!".
00:14:38: Wenn der Befehl von oben kommt, dann kannst du Gift drauf nehmen, dass da ein Widerstand bei dir in der Halle passieren wird.
00:14:44: Aber wenn du sagst, du fängst klein an und gibst die Möglichkeit mitzugestalten, du gibst Verantwortung ab – dann passiert was anderes!
00:14:50: Weil dann fangen sie an es dir irgendwann aus der Hand zu reißen.
00:14:53: Wider Stand ist eigentlich meistens nur die Quittung für wie gehe ich etwas an?
00:14:57: Und damit hast du eigentlich den Tipp, den ich dir jetzt mitgebe für die nächsten dreißig Tage und er kostet dich nichts, außer ein bisschen Zeit die du investieren musst unten Gespräch.
00:15:06: Du hast dir vielleicht während der Folge schon gedacht naja es gibt ja nicht immer nur einen Skeptiker oder zwei, vielleicht gibt's ja auch mehr und da hast du wahrscheinlich vollkommen recht.
00:15:13: aber es gibt immer eins, zwei drei die dir sofort in den Kopf kommen wenn du sagst Kritiker Und dann such dir mal einen von denen aus, vielleicht denen das einen am meisten wiegt Wenn er einen sagt und der vielleicht auch die meisten Leute mitnehmen kann.
00:15:26: Oder nehmen denen dessen Blockade dich vielleicht auch am meisten kosten könnte weil er einfach Einfluss hat oder vielleicht auch Prozesse gut kennt.
00:15:32: Und mit dem fängst du dann an und das machst du diese Woche noch am besten morgen, da setzt du dich mal zusammen nur zu zweit und fünf Minuten, das reicht vollkommen!
00:15:40: Und dann sagst du ihm nicht pass auf wir haben jetzt vor sondern du fragst ihn und zwar ungefähr so hey du bist ja schon so lange dabei.
00:15:49: Du kennst dich in Teilen hier besser aus als ich.
00:15:51: also vorausgesetzt ist stimmt ne?
00:15:52: Das musst du für dich selber bewerten.
00:15:53: Also lügen solltest du nicht aber oftmals ist es ja so zumindest im Detail.
00:15:58: Ähm, wenn wir hier irgendwas ändern würden.
00:16:01: Was ist denn das was dich im Alltag momentan am meisten nervt und wo du froh wärst wenn das gelöst wird?
00:16:06: Und was ist das wo du sagst darauf willst du auf keinen Fall verzichten das willst du nicht verlieren!
00:16:11: Und dann musst du das Schwerste tun was es gibt nämlich du musst ihn sprechen lassen und nichts sagen.
00:16:16: Du hörst nur zu Wenn er irgendwelche Dinge sagt.
00:16:19: du versuchst nicht in Verteidigungshaltung zu gehen sondern du lässt ihn einfach reden und dabei passieren zwei Sachen In den fünf Minuten, in denen ihr euch dann unterhaltet, da wirst du merken wo sitzt sein Schmerz wirklich und woher kommt vielleicht der Widerstand wenn du solche Themen angehen willst.
00:16:34: Und noch wichtiger, der mit dem du dich unterhältst, merkt... dass er gefragt wird bevor eine Entscheidung getroffen wird.
00:16:41: Das heißt, er wird nicht in Kenntnis gesetzt sondern er wird aktiv gefragt und bei der Entscheidung mitgenommen.
00:16:47: Und genau das ist dann der Moment wo auch Wertschätzung ne Rolle spielt und dann wird auf einmal aus dem da vielleicht die ganze Zeit kritisch isst am Ende jemand sagt ja so schlimm sind die gar nich und eigentlich wollen sie ja nur unser Bestes.
00:16:59: In diesem Moment hast du noch nichts eingekauft und da hast Du noch nix eingeführt aber Du hast schon mal jemanden ein bisschen mehr auf Deiner Seite wenn's soweit ist.
00:17:08: Und eine Erfahrung, die ich bei solchen Gesprächen immer mach' is', auch wenn er dann am Ende nicht auf deiner Seite is'.
00:17:12: Aber das was in dem Gespräch als Ergebnis rauskommt, das wird dir dabei helfen und auch die Zufriedenheit der anderen Mitarbeiter zu erhöhen.
00:17:20: Und damit sind wir schon am Ende der Folge!
00:17:21: Wie immer, wenn du die Folge was gebracht hast, folge gerne den Podcast – es geht ganz einfach indem du auf abonnieren drückst – und schickst gerne an einen Kollegen oder Bekannten, der vielleicht gerade genau das gleiche Thema hat und sich bei so einer Einführung die Szene ausbeißt.
00:17:36: Und damit bleibt mir nicht viel anderes übrig als zu sagen, danke dass du zugehört hast und ich freue mich wenn du bei der nächsten Folge wieder einschaltest!
00:17:42: Ich bin Julian, das ist KackTV.
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